Müntefering lobte »eine tolle Sache«

Veröffentlicht am 13.03.2009 in Unterbezirk

[Bamberg] Im Hinausgehen versuchte es Franz Müntefering der neunjährigen Gizem gleich zu tun: Die Kleine im pinkfarbenen Trainingsanzug hatte in der Halle der Erlöserschule den Basketball gerade drei Mal im Korb „versenkt“ – einen nach dem anderen, ohne sich von den vielen Besuchern ablenken zu lassen, die sich dort gestern Nachmittag umschauten. In ihrer Mitte der Bundesvorsitzende der SPD, der vier Versuche auf den Korb hatte. Er zielte jeweils knapp daneben.

Das Projekt Baskidball lernte Müntefering gestern kennen und, wie es schien, auch schätzen. Sport kommt nach seinen Worten bei vielen Kindern heute viel zu kurz. Und wenn sie, wie in diesem Bamberger Modellprojekt, mit der Bewegung auch nach Freude am Miteinander finden, spielerisch an Verantwortung herangeführt werden und kulturelle Grenzen überwinden lernen, sei das „eine tolle Sache“, „eine ganz wichtige Sache“.

Ehe er sich in der Sporthalle umschaute, in der sich fünf Mal in der Woche zwischen 25 und 35 junge Leute zum Basketball spielen treffen, ließ sich Müntefering im Schulcafé über Idee, Finanzierung und die Partner des Projekts informieren. Matthias Gensner vom Jugendhilfeträger Innovative Sozialarbeit e.V. stellte es in Wort und Bild vor. Der prominente Gast aus Berlin und seine Begleiterinnen und Begleiter konnten sich beim Zuhören an alkoholfreien Cocktails erfrischen, die Jackelin Fabian, Daniela Hoffmann und Firuze Bilecen aus der Klasse 8 b eigens zubereitet hatten.

Welche Bedeutung der Basketballsport für Bamberg hat, veranschaulichte OB Andreas Starke in einem Grußwort: „Wir sind zweifacher Deutscher Meister.“ Der Basketballsport sei zu einem Vorbild für viele junge Bamberger geworden.

Münteferings ausdrücklicher Wunsch war es gewesen, bei seinem Bamberg-Besuch Einblicke in das soziale Leben der Stadt zu bekommen. Im Rathaus suchte man stellvertretend je ein Angebot für junge und ältere Leute aus.

Vor Baskids lernte der SPD-Politiker auf diese Weise „Sophia“ kennen, ein Betreuungsangebot der Stadtbau GmbH, das Senioren helfen kann, die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden mit Hilfe moderner Technik zu verbessern.

Artikel von Jutta Behr-Groh, erschienen am 13.03.2009 im Fränkischen Tag.
Fotos: Mathias Hoch, FT

 

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